Faserarmierter Beton
Faserbeton ist Beton, dem gezielt Fasern beigemischt werden. Diese Fasern wirken im gesamten Querschnitt verteilt und verändern das Verhalten des Betons grundlegend: Aus einem spröden Baustoff wird ein zäher. Reisst der Beton, überbrücken die Fasern den Riss und halten die Bruchflächen zusammen – der Beton versagt nicht schlagartig.
Fasertypen und ihre Wirkung
Stahlfasern
Stahlfasern übernehmen tragende Funktionen. Sie erhöhen die Nachrisszugfestigkeit und die Zähigkeit deutlich und können – je nach statischem Nachweis – die konventionelle Mattenbewehrung teilweise oder ganz ersetzen. Typisch ist der Einsatz bei Industrieböden.
Kunststofffasern (Polypropylenfasern)
Feine Kunststofffasern wirken vor allem gegen Frühschwindrisse in der Erhärtungsphase. Sie verteilen die Schwindspannungen und reduzieren die Rissbildung an der Oberfläche. Grobe Makro-Kunststofffasern können zusätzlich tragende Aufgaben übernehmen.
Vorteile von faserarmiertem Beton
- Rissverteilende Wirkung im ganzen Querschnitt
- Deutlich höhere Zähigkeit und Duktilität
- Weniger Frühschwindrisse an der Oberfläche
- Bewehrungsarbeit kann reduziert oder ersetzt werden
- Schnellerer Bauablauf – kein Verlegen von Matten
- Höherer Widerstand gegen Schlag und Abrieb
Typische Einsatzgebiete
- Industrieböden und Hallenböden
- Bodenplatten und Fundamentplatten
- Spritzbeton für Hang- und Baugrubensicherung
- Tunnel- und Untertagbau
- Aussenflächen und Verkehrsflächen
- Fertigteile mit dünnen Querschnitten
Fasergehalt gehört in die Statik
Fasertyp, Faserlänge, Schlankheit und Dosierung müssen zur Anwendung passen und – wo die Fasern tragende Funktion übernehmen – vom Ingenieur nachgewiesen werden. Wir stimmen die Fasermischung auf Ihr Bauteil ab und liefern den Faserbeton mit gleichbleibender, kontrollierter Dosierung aus unserem Werk.


NovoCon® Recyclingbeton
Faserbeton auf Recycling-Basis
Auch faserarmierter Beton lässt sich als NovoCon® Recyclingbeton liefern. Die innovative Aufbereitungstechnologie bricht, trennt, wäscht und sortiert das Abbruchmaterial zu sortenreinen Kies-Fraktionen – die Basis für einen Beton, dessen Qualität derjenigen mit natürlichen Gesteinskörnungen entspricht.
- Über 99 % des Abbruchmaterials wird wiederverwertet
- Rund 10 kg CO₂ werden pro Tonne begaste RC-Gesteinskörnung dauerhaft gespeichert
- CO₂ wird in kristalliner Form im Beton gebunden
- Über 10 Jahre Erfahrung in der RC-Betonherstellung
Häufige Fragen zu faserarmiertem Beton (Faserbeton)
Was ist Faserbeton?
Beton, dem gezielt Fasern beigemischt werden. Sie verteilen sich im gesamten Querschnitt und überbrücken entstehende Risse – aus einem spröden Baustoff wird ein zäher.
Welche Fasern kommen zum Einsatz?
Vor allem Stahlfasern und Kunststofffasern. Stahlfasern erhöhen Nachrisszugfestigkeit und Zähigkeit deutlich; feine Kunststofffasern wirken vor allem gegen Frühschwindrisse. Makro-Kunststofffasern können ebenfalls tragende Aufgaben übernehmen.
Ersetzt Faserbeton die Bewehrung?
Je nach Anwendung und statischem Nachweis kann die konventionelle Mattenbewehrung teilweise oder ganz ersetzt werden – typischerweise bei Industrieböden. Ob das zulässig ist, entscheidet immer der projektierende Ingenieur.
Was ist der Unterschied zwischen Stahl- und Kunststofffasern?
Stahlfasern zielen auf Tragfähigkeit und Zähigkeit im gerissenen Zustand. Feine Kunststofffasern zielen auf die Erhärtungsphase und reduzieren Frühschwindrisse an der Oberfläche.
Wo wird Faserbeton eingesetzt?
Bei Industrie- und Hallenböden, Bodenplatten, Spritzbeton für Hang- und Baugrubensicherung, im Tunnel- und Untertagbau, bei Verkehrsflächen sowie in Fertigteilen mit dünnen Querschnitten.
Wie wird der Fasergehalt festgelegt?
Fasertyp, Faserlänge, Schlankheit und Dosierung müssen zur Anwendung passen. Übernehmen die Fasern tragende Funktionen, ist ein Nachweis durch den Ingenieur erforderlich.
Stehen die Fasern an der Oberfläche vor?
Einzelne Fasern können an der Oberfläche sichtbar werden. Bei geglätteten Böden ist das erfahrungsgemäss unkritisch; bei Sichtflächen sollte der gewünschte Oberflächeneindruck vorab besprochen werden.
Rosten Stahlfasern im Beton?
Im dichten, alkalischen Beton sind die Fasern geschützt. Oberflächennahe Fasern können anlaufen – das ist ein optischer, kein statischer Punkt.
Verändern Fasern die Verarbeitbarkeit?
Ja. Fasern erhöhen den Verarbeitungswiderstand, der Beton wird «steifer» in der Handhabung. Die Rezeptur wird deshalb auf die Faserzugabe abgestimmt.
Gibt es Faserbeton auch als Recyclingbeton?
Auch faserarmierter Beton lässt sich als NovoCon® liefern. Über 99 % des Abbruchmaterials werden wiederverwertet, rund 10 kg CO₂ pro Tonne begaste RC-Gesteinskörnung werden dauerhaft im Beton gespeichert.
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Werk Eschenz: +41 52 646 20 10 · Werk Aawangen: +41 52 364 10 02 · info@moecklibeton.ch
Liefergebiet: Faserarmierten Beton und Faserbeton liefern wir nach Frauenfeld, Schaffhausen, Winterthur, Weinfelden, Kreuzlingen, Diessenhofen und in den ganzen Kanton Thurgau.
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